Salve Mater war eine psychiatrische Klinik für Frauen im "Groot Park" bei Leuven unweit von Brüssel.
Einst gehörte das weitläufige Anwesen der Familie Spoelberch. Das 1750 errichtete Schloss der Familie ziert noch heute das Zentrum des Parks. Einer der Nachfahren der Familie – Maximilian de Spoelberch, der zwischen 1834 und 1873 Bürgermeister der Stadt Leuven war – hatte eine große Vorliebe für Dendrologie. Insofern erweiterte er ständig das Anwesen durch Zukauf weiterer Grundstücke und pflanzte im Park etliche exotische Bäume. Als Maximilian de Spoelberch das Zeitliche segnete hinterließ er den gesamten Besitz seinen Sohn Charles. Unglücklicherweise verstarb dieser 1907 wenige Jahre nachdem er seine Erbschaft antrat, ohne selbst einen Erben zu hinterlassen. Die einzige Erbin, eine entfernte Cousine, schenkte 1915 das Anwesen der Katholischen Universität von Leuven. Diese wiederum gab das Geschenk an die "Schwestern der Nächstenliebe" von Gent weiter, die dort eine psychiatrische Klinik errichteten. Im Juni 1927 wurden die ersten beiden Gebäude des Komplexes im Beisein von Königin Elizabeth von Belgien eröffnet. Bis 1997 in Betrieb, dienen seit 2003 das vormalige Verwaltungsgebäude und der Klosterbereich dem Fotografen Pascal Baetens als Stützpunkt, in dem er regelmäßig Ausstellungen organisiert. Die meisten Gebäude sind inzwischen anderweitig vermietet, das St.Paulus-Gebäude war das letzte mit klinischem Betrieb.
Die nachfolgenden Bilder entstanden am 27.06.2015 auf einer offiziell genehmigten Tour [Weitere Informationen unter urbex@salvemater.com, oder www.flashlens.de] |